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„Common Ground ist grenzenlos.“ – Wie junge Menschen eine Bewegung über Kontinente hinweg wachsen lassen

Mit rund 200 Kindern und Jugendlichen wird in Asunción der erste Common Ground in Paraguay eröffnet – und damit der erste außerhalb Deutschlands. Gestaltet wird der Tag von Youth Leadern des Internats Pa’i Puku der KICKFAIR-Partnerorganisation Vakapipoko gemeinsam mit den KICKFAIR-Youth Leadern Selin und Carlo aus München. Es ist ein weiterer Schritt einer Bewegung, die junge Menschen selbst gestalten und weiterentwickeln.

Noch bevor der erste Ball rollt, herrscht geschäftiges Treiben.

Youth Leader verteilen Teambänder, begrüßen Schulklassen und erklären die Spielweise

Kinder warten gespannt am Spielfeldrand und beobachten, was gleich beginnt.

Für viele von ihnen beginnt ein gemeinsamer Straßenfußballtag.

Für Common Ground beginnt an diesem Tag etwas Größeres.

Eine Idee, die keine Grenzen kennt

Vor einigen Jahren entstand Common Ground in fünf deutschen Bundesligastädten. Heute gestalten junge Menschen diesen Safe Space bundesweit selbst. Jetzt wächst diese Idee weiter, weil junge Menschen sie an ihren Orten mit ihren eigenen Erfahrungen, Ideen und Lebensrealitäten weiterentwickeln.

Diese Entwicklung hat eine lange Vorgeschichte: Seit 2007 lernen Organisationen im internationalen Netzwerk Football-Learning-Global (FLG) voneinander. Youth Leader besuchen sich gegenseitig, gestalten gemeinsame Projekte und bringen neue Erfahrungen zurück in ihre Communities. Mit Common Ground bekommt diese Zusammenarbeit nun einen neuen gemeinsamen Rahmen. Einen Ort, an dem junge Menschen dauerhaft Verantwortung übernehmen, Schulen besuchen und gemeinsam Räume für Mitgestaltung schaffen.

„Common Ground ist grenzenlos. Man muss nicht dieselbe Sprache sprechen oder im selben Land leben. Wir sind offen für neue Ideen – und genau deshalb funktioniert es überall.“

Für Selin, Youth Leader aus München, die aktuell mehrere Monate bei in Pa’i Puku in Paraguay lebt, wird genau das jeden Tag sichtbar. Für sie ist Common Ground vor allem ein Ort, an dem junge Menschen Vertrauen bekommen, ihre eigenen Talente entdecken und Verantwortung übernehmen können. Nicht jeder muss Fußball spielen können. Manche organisieren. Andere moderieren. Wieder andere begleiten Kinder oder bringen ihre eigenen Ideen ein.

„Common Ground ist viel mehr als ein Straßenfußballplatz. Es ist ein Ort, an dem ich einfach ich selbst sein kann.“

Santiago beschreibt eine globale Verbundenheit. Für ihn zeigt sich dort etwas, das weit über Sport hinausgeht. Gemeinsam mit jungen Menschen aus Deutschland entdeckt er immer wieder, wie ähnlich ihre Gedanken und Hoffnungen sind – obwohl sie auf verschiedenen Kontinenten leben. „Die geografische Entfernung wird plötzlich nebensächlich. Uns verbindet viel mehr, als uns trennt.“

„Common Ground ist ein Ort, an dem junge Menschen Vertrauen aufbauen, Erfahrungen teilen und sich als Teil von etwas Größerem fühlen können.“

Für Liz geht es vor allem um das Gefühl, das dabei entsteht. Gerade diese Beziehungen zwischen Youth Leadern und jüngeren Kindern machen den Unterschied. Schritt für Schritt entsteht ein Raum, in dem junge Menschen sich ausprobieren, Verantwortung übernehmen und dazugehören können.

Unterstützung, die junge Menschen sichtbar macht

Dass junge Menschen an diesem Tag im Mittelpunkt standen, wurde auch durch Menschen möglich, die ihre Begeisterung und ihre Netzwerke eingebracht haben. Mit vor Ort war unter anderem Ex-Nationalspieler Nelson Valdez, der sich seit vielen Jahren für bessere Chancen junger Menschen engagiert. Wer ihn an diesem Tag erlebt hat, merkte schnell: Es ging ihm nicht um Aufmerksamkeit. Immer wieder suchte er das Gespräch mit den Youth Leadern. Unterstützt wurde der Aufbau von Common Ground in Paraguay außerdem von Cimo Röcker, Kapitän von Werder Bremen II. Gemeinsam mit seinem Netzwerk hat er entscheidend dazu beigetragen, dass junge Menschen diesen neuen Raum für Mitgestaltung eröffnen konnten.

Und die Bewegung wächst weiter

Was in Asunción begonnen hat, ist erst der Anfang. Weitere Common Grounds in Paraguay und Chile sind bereits in Vorbereitung. Und immer mehr erleben: Common Ground kennt keine Grenzen. Sondern junge Menschen, die sie gemeinsam überwinden.

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